9. November 1989 - Neuorientierung in der Marktwirtschaft

Chancen und Risiken
Allen Aufforderungen zur Veränderung der Eigentumsform zum Trotz wird der Betrieb in den Jahren der DDR erhalten und kann sich gut entwickeln. Nach ihrer Heirat 1964 übernimmt Ehefrau Renate Windeck die Buchhaltung. 1974 qualifiziert sich Klaus Windeck an der Ingenieurschule Magdeburg im Abendstudium zum Ingenieur für Fertigungstechnologie. 1984 erfolgt der Kauf des Grundstückes Neustädtische Heidestraße 59 mit dem Ziel, die Werkstatt zu vergrößern. Leider gibt es keine Baugenehmigung, da die Stadt an dieser Stelle eine Wohnzeile errichten will. Trotz Hindernissen bleibt der Betrieb immer auf dem neuesten Stand der Technik. Die Buchhaltung erhält 1977 eine moderne Fakturiermaschine und 8 Jahre später laufen auf den ersten Robotron-Computern in Basic und Pascal selbst geschriebene Berechnungs- und Kalkulationsprogramme. Im September 1987 kann aufgrund der innerstädtischen Bebauung das 2.000 m2 große Grundstück in der Grünen Aue 15 übernommen werden. Trotz Wende erfolgt der Neubau der Werkstatt und 1990 der Umzug ins neue Bürogebäude. Es ist der gute Wille und der Zusammenhalt im Handwerk der alle gerade zur Wende gemeinsam anpacken lässt. Auf einmal ist alles möglich – keine alte und noch keine neue Bürokratie. So werden Pläne geschmiedet und verwirklicht, Fehler gemacht und in West- Berlin beim Kollegen Dieter Fischer, Fa. Fischer & Fiss, kundiger Rat eingeholt. Schon 1990 orientiert sich auch das Handwerk neu. Klaus Windeck wird für 17 Jahre Präsident der Handwerkskammer Potsdam und Mitglied im Präsidium des ZDH und sitzt auch am Runden Tisch mit Bundeskanzler Helmut Kohl.